Die Küchenschaben

v.l.n.r. Monika Leis, Angelika Brenner, Simone
Storck, Ute Druck, Gertrud Kallenbach
In Mitteleuropa gibt es 3 Arten von Küchenschaben:
die mittelbraunen , schlanken Deutschen (zu denen wir uns zählen ) , die
dunkelbraunen Orientalischen und die Braunbandschaben. Alle Küchenschaben sind
sehr lichtscheu, suchen hohe Luftfeuchtigkeit , genügend Schlupfwinkel , sie
fressen wahllos alle Lebensmittel. Hat man sie einmal in der Wohnung wird man
sie nicht mehr los.
Wir sind das krasse Gegenteil : Wir erfreuen uns an
der Sonne , brauchen nicht unbedingt Wasser zum Leben (uns reicht Kaffee ), wir
stehen gerne in der Öffentlichkeit (um unsere Lieder zu präsentieren), wir
essen am liebsten Kuchen ( vor allem bei den Proben ). Uns wird man auch nach
getaner Arbeit ( wenn wir unsere Lieder gesungen haben ) ohne Probleme (durch
einen klitzekleinen Applaus ) wieder los.
Die Küchenschaben , gegründet Anfang 2003, sind 5
Frauen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Tradition der Küchenlieder wieder
aufleben zu lassen. Küchenlieder sind Volkslieder besonderer Art :
sozialkritische Dokumente, Seelentröster, soziale Blockadebrecher. Die Lieder
der Mamsell erzählen von Liebe ohne Standesunterschied, sie berichten von
Ungerechtigkeit und ausgleichender Gerechtigkeit, sie fördern Träume vom
sozialen Aufstieg und schüren revolutionäre Stimmungen. „Küchenlieder“ wurden
in den Küchen der Herrschaftshäuser gesungen, von Köchinnen und Dienstboten.
Sie waren Trost, Freude und Glück aller kleinen Leute, der Handwerkstöchter und
Handwerksburschen, der Soldaten und Soldatenliebchen, der Soldatenfrauen und
Kriegerwitwen, der ledigen Mütter und unehelichen Kindern, der Jahrmarktleute.
Drehorgelmänner sangen sie in den Hinterhöfen der
Herrschaftshäuser, wo die Küchenfenster hinausgingen, wo die Köchinnen und
Dienstboten die Texte der Melodien aufschnappten und selber sangen.
Manches Küchenlied durfte nicht zu laut gesungen
werden, so etwa die Liebesgeschichte von der Frau des Markgrafen und dem
Zimmermannsgesellen, von standeswidrigen Liebeleien zwischen hohen Herren und
Dienstmädchen.
Küchenlieder sind melodiös und phantasievoll, mal lustig, mal melancholisch, mal frech, mal besinnlich. Sie sind aufschlussreiche Dokumente sozialer Verhältnisse.
Die
Küchenschaben proben mittwochs 15.30 – 17.30 Uhr in der Heidenkopfhalle in
Trippstadt.
Interessenten
sind immer willkommen!
Wir gestalten gerne Seniorennachmittage mit,treten in Seniorenheimen und bei Ü-60 Geburtstagen auf.
Anfragen möglich unter 06306/1834.
Das Edelweiß
Das Leben ist ja nur ein
Traum (Drossellied)
Der gute Reiche
Der Mann ins Heu
Der Wilddieb
Die Heimat (Wenn ich den
Wandrer frage)
Die Räuberbraut
Es schlief ein Graf bei
seiner Magd
Es war einmal eine Müllerin
Es wollt ein Mann in seine
Heimat reisen
Der Mord auf dem
Wilhelmsplatz
Der Herr dort oben
In einem Polenstädtchen
Lang lang ists her
Lieschen ging im Wald
spazieren
Mariechen saß weinend im
Garten
Annemarie
Sabinchen war ein
Frauenzimmer
Sieh die Blümlein draußen
zittern
Sie war ein Mädchen voller
Güte
Still ruht der See
Müde kehrt ein Wandersmann
zurück (Warum weinst du holde Gärtnersfrau)
Wer das Scheiden hat erfunden
Wo`s Dörflein traut zu Ende
geht
Es zeigt die Träne
Unter Erlen stand ne Mühle
Tod aus Verzweiflung (Sie
war ein Mädchen von 18 Jahren)
Holde Blum der Männertreu
Heinrich schlief bei seiner
Neuvermählten
In des Gartens dunkler Laube
In Hamburg, da bin ich
gewesen
Der schauderöse Ferdinand
Es wollt ein Mädchen früh
aufstehn
Im dunklen Haine
Leise tönt die Abendglocke
Gold und Silber lieb ich sehr
Der Mord an der Hulda
Wahre Freundschaft
Schön Röschen
Lob der Träne
Da fing sie zu weinen an
Ich ging allein auf einer
grünen Flur
Die Lampe brennt so trübe
Ein Schäfermädchen saß im
Grünen
Ein Schüssel und ein Häfelein